Seesterne in der Nordsee

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Seesterne St. Peter-Ording
Seesterne in St. Peter-Ording ©SD

Nordsee, Seesterne am Strand von St. Peter-Ording und Sylt

Moin Seesterne, das Meer hat viele Seesterne an den Strand gespült. Dieses Naturereignis kann man im Winter öfter beobachten. Leben sie noch, soll und kann man sie retten? Und woher kommen sie?

Woher kommen die Seesterne an unseren Küsten?

Im Küstenbereich leben die Seesterne auf Muschelbänken, in Tiefen ab etwa zehn Metern. Dort, wo sie von Möwen nicht erreicht werden. Sie kommen in der Nordsee und in der Ostsee vor.

Bei starken Strömungen, wie so oft in den Wintermonaten, können Teile der Muschelbänke abreißen. Diese werden dann mitsamt der Seesterne an Land gespült.

An der Westküste Amerikas verendeten kürzlich massenhaft Seesterne. Der Grund soll ein Virus gewesen sein. Ob das auch hier der Fall ist, muss noch überprüft werden. Ein vermehrtes Anspülen von Seesternen bei Wellen und Strömungen ist jedoch normal.

Was fressen Seesterne?

Sie ernähren sich am liebsten von Muscheln. Weiterhin fressen sie Krabben, Schnecken, Seeigel, Würmer, Einsiedlerkrebse und auch ihre eigenen Artgenossen. Um ihre Beute zu jagen, können sie sich sogar vorwärtsbewegten. Jedoch kommen sie nur sehr langsam voran, in etwa 6 cm pro Minute.

Welche Feinde haben Seesterne?

Möwen, Tauchenten, Krebse

Wie sieht der gewöhnliche Seestern der Nordsee aus?

Seesterne
Seestern im flachen Wasser der Nordsee ©SD

Er ist meist 8-20 cm groß, kann jedoch auch 50 cm und mehr erreichen. Seesterne sind oft bunt gefärbt, blau, rötlich, rot oder gelb. Gewöhnliche Seesterne haben normalerweise 5 Arme.

 

 

Überleben die Seesterne am Strand?

Sie müssen unter Wasser bleiben. An der Luft sterben sie, denn es können Luftbläschen in ihr Wassergefäßsystem gelangen.

Das die Sterne an Land gespült werden, ist jedoch ein natürlicher Vorgang.

Die Muschelbänke werden dadurch vor übermäßigen Fraß durch zu viele Seesterne geschützt. Sie können nämlich täglich das Dreifache ihres Körpergewichts fressen. Jungtiere fressen sogar das Zehnfache. Sie können aber, wenn nötig, auch wochenlang hungern.

Weiterhin dienen die gestrandeten Seesterne den Möwen als Futter.

Übrigens: früher versuchten Muschelzüchter ihre Muschelbänke dadurch zu schützen, dass sie die Seesterne mit Schleppnetzen aus dem Meer fischten. Dann wurden sie durchgeschnitten und zurück ins Meer geworfen.

Jedoch wussten die Muschelzüchter nicht, dass sich einige Arten ungeschlechtlich fortpflanzen können. Sie können verlorene Arme wieder regenerieren. Selbst mehrere abgetrennte Arme können den Seestern nicht an der Fortpflanzung hindern. Jeder Arm produziert für sich unabhängig neue Eier. Die Muschelzüchter hatten nun mehr Seesterne, als vorher!

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Wie kann man die Seesterne retten?

Am besten lässt du sie liegen. Wenn du einen Seestern mit nimmst, fängt er sehr schnell zu stinken an. Die gestrandeten Seesterne gehören zum ökologischen Gleichgewicht. Sie dienen den Möwen als Nahrung und geben den Muschelbänken im Meer eine Möglichkeit, sich zu erholen.

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